{"id":219,"date":"2026-04-27T12:56:38","date_gmt":"2026-04-27T12:56:38","guid":{"rendered":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219"},"modified":"2026-04-28T08:39:01","modified_gmt":"2026-04-28T08:39:01","slug":"schola-ludens","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219","title":{"rendered":"Schola Ludens"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg\" alt=\"Schola Ludens\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">vo\u200bn Prof. Horst Schiffler<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Inhalt<\/h2>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"#GeschichteUnterrichtsspiels\" type=\"internal\" id=\"#GeschichteUnterrichtsspiels\">Zur Geschichte des Unterrichtsspiels<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#Schule\" type=\"internal\" id=\"#Schule\">Schule und Unterricht als Spielthema<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"#Spielformen\" type=\"internal\" id=\"#Spielformen\">Spielformen als Lernhilfe<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"GeschichteUnterrichtsspiels\">Zur Geschichte des Unterrichtsspiels<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Obwohl seit der Antike immer wieder die Anregung zu finden ist, das Lernen der Kinder durch Spiele zu motivieren, begannen sie sich erst ab dem 18. Jahrhundert als unbestrittene Lernform und Methode durchzusetzen. Die Lebensphase, die den Kindern zum Spielen zugestanden wurde, dauerte bis in die Neuzeit nicht sehr lange, denn f\u00fcr einen Teil der Kinder begann mit sechs oder sieben Jahren der Ernst der Kloster- oder Lateinschule, f\u00fcr den weitaus gr\u00f6\u00dferen der Ernst des Lebens, denn die Bauernkinder auf dem Land und die \u00e4rmeren Kinder in der Stadt wurden schon fr\u00fch in Verrichtungen der Lebenserhaltung und der t\u00e4glichen Arbeit einbezogen. Freizeit als Spielzeit war karg bemessen.<br><br>Die mittelalterliche Schule verstand sich als ein Ort des Ernstes und der Strenge, das Lernen war methodisch wenig anspruchsvoll. Bei Autoren der Antike und bei Kirchenlehrern des Mittelalters werden n\u00fctzliche und ehrbare Spiele von gef\u00e4hrlichen und s\u00fcndhaften unterschieden. Die Tatsache, dass manche Spiele, insbesondere das Gl\u00fccksspiel, als teuflisch verdammt wurden, trug dazu bei, dass das Spiel \u00fcberhaupt oft misstrauisch betrachtet wurde. Noch in der beginnenden Neuzeit, im Jahre 1494, reimt Sebastian Brant:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">&#8222;Spiel kann wohl niemals sein ohn S\u00fcnd,<br>Ein Spieler ist nicht Gottes Kind:<br>Denn Spieler all des Teufels sind!&#8220; 1)<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Einen ganz anderen Ton schl\u00e4gt Luther an. In seinem ber\u00fchmten Schreiben &#8222;An die B\u00fcrgermeister und Ratsherren aller St\u00e4dte deutschen Landes, dass sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen&#8220;, hei\u00df es: &#8222;Weil denn das junge Volk muss lecken und springen, oder je etwas zu schaffen haben, da es Lust innen hat, warum sollte man denn ihm nicht solche Schulen zurichten? Sintemal es jetzt von Gottes Gnade alles so zugerichtet ist, dass die Kinder mit Lust und Spiel lernen k\u00f6nnen, es seien Sprachen oder andre K\u00fcnste oder Historien.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-02-VonSpielen.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sebastian Brant, Das Narrenschiff, Frankfurter Ausg. 1566<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Humanisten jener Zeit sahen im sog. Schulspiel, der dramatischen Auff\u00fchrung antiker Autoren durch die Sch\u00fcler der Lateinschulen, ein Mittel der Motivation zum Erlernen der klassischen Sprachen. Eine besondere Pflege erfuhr das Schultheater an den Jesuitenschulen. Diese Entwicklung kam im 18. Jahrhundert zum Erliegen: In Preu\u00dfen untersagte Friedrich Wilhelm I. 1718 die Theaterauff\u00fchrungen, den Jesuiten verbot Maria Theresia 1768 das Schulb\u00fchnenspiel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-01-Kinderspiele.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">J. A. Comenius, Orbis pictus 1658<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der englische Philosoph John Locke beschreibt in einer Erziehungsschrift f\u00fcr die S\u00f6hne des Adels 1693 das Spiel ausdr\u00fccklich als Lernhilfe und gibt konkrete Spielanregungen. &#8222;Ich habe mich stets mit dem Gedanken getragen, dass man das Lernen den Kindern zum Spiel und zur Erholung machen k\u00f6nne.<br><br>Ich habe deshalb gedacht, so wie sie gew\u00f6hnlich zu keinem Zweck da sind, zu diesem Zweck eingerichtet w\u00e4ren, so k\u00f6nnte man leicht zu Erfindungen kommen, den Knaben lesen zu lehren, w\u00e4hrend er zu spielen glaubt. 2)<br><br>In der Aufkl\u00e4rung kam eine Diskussion um Sinn und Wert des Spiels f\u00fcr Erziehung und Unterricht in Gang. Kant beispielsweise sieht im Spiel eine weise Einrichtung der Natur, um die Lebenskraft vor dem Ermatten zu bewahren, was leicht eine Folge von M\u00fc\u00dfiggang und Nichtstun sein k\u00f6nne. Das Lernen jedoch soll vom Spiel freigehalten werden: &#8222;Man ist unter anderem darauf verfallen, die Kinder alles wie im Spiel lernen zu lassen &#8211; Dies tut eine ganz verkehrte Wirkung. Das Kind soll spielen, es soll Erholungsstunden haben, aber es muss auch arbeiten lernen.&#8220;\u00a03) F\u00fcr Kant soll die Schule nicht nur Erkenntnisse und F\u00e4higkeiten, sondern auch Arbeitshaltung vermitteln. &#8222;Es ist von gr\u00f6\u00dfter Wichtigkeit, dass Kinder arbeiten lernen &#8211; und wo anders soll die Neigung zur Arbeit cultiviert werden, als in der Schule?&#8220;\u00a04) Unter Kants Zeitgenossen gab es aber auch Vertreter einer gegenteiligen Position. Sie sahen im Spiel eine nat\u00fcrliche, den Kr\u00e4ften des Kindes angemessene Vorstufe zur Arbeit, und der Unterricht soll sich nicht abrupt, sondern schrittweise von einer spielerischen in eine arbeitsm\u00e4\u00dfige Haltung wandeln. Bei einigen P\u00e4dagogen finden sich konkrete Vorschl\u00e4ge, in denen Lernprozesse in Spielabl\u00e4ufe eingekleidet werden, wie beispielsweise das ABC-Spiel von 1776 (s. Abbildung) und die Buchstabenspiele des P\u00e4dagogen J.B. Basedow.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-14-EinABCSpiel.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">ABC-Spiel von 1776<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab der Wende zum 19. Jahrhundert gewann das Ph\u00e4nomen des Spiels zunehmend einen eigenen Stellenwert nicht nur in der Philosophie, sondern auch in der sich aus der Philosophie herausl\u00f6senden wissenschaftlichen P\u00e4dagogik, wie in anderen der sich ausdifferenzierenden Einzelwissenschaften, z.B. in Psychologie oder Biologie. Im Gegensatz zum Kindergarten, in den durch seinen Sch\u00f6pfer Friedrich Fr\u00f6bel das Spiel eingebracht wurde, blieb der praktische Schulbetrieb bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts weitgehend unber\u00fchrt. In den K\u00f6pfen der Herrschenden und der &#8211; \u00fcberwiegend geistlichen &#8211; Schulaufsicht herrschte die Kant&#8217;sche Position, dass die Schule zur Arbeit cultivieren soll. Au\u00dferdem h\u00e4tten die bestehenden Verh\u00e4ltnisse, insbesondere in den Volksschulen, in denen nicht selten mehr als 80 Sch\u00fcler in einer Klasse sa\u00dfen, spielendes Lernen kaum zugelassen.<br><br>Im Turnunterricht der Jungen, der ab der Mitte des 19. Jahrhunderts in den Volksschulen zum Unterrichtsfach wurde, standen Drill und paramilit\u00e4rische \u00dcbungen auf dem Plan, Bewegungsspiele erhielten erst nach dem ersten Weltkrieg einen Platz im \u00dcbungsprogramm.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-04-Kinderspiele.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">B\u00fcrgerkinder beim Spiel, Scherenschnitt<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unterrichtsvorbereitendes und schulbegleitendes Lernen mit Hilfe von Spielen gewannen im 19. Jahrhundert vor allem in b\u00fcrgerlichen Familien immer mehr Verbreitung. ABC-Spiele, 1&#215;1-Rechenspiele, und andere Lernspiele wurden zu beliebten Verlagsprodukten. Das Papiertheater und die dazugeh\u00f6rigen Bilderbogen wurden als Unterhaltungs- und Bildungsmedium beliebt und fanden zwischen 1870 und 1910 weite Verbreitung.<br><br>Als schulp\u00e4dagogisches Ph\u00e4nomen erhielt das Spiel einen entscheidenden Ansto\u00df durch die reformp\u00e4dagogischen Str\u00f6mungen im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. Die grundlegende Position einer &#8222;P\u00e4dagogik vom Kinde aus&#8220;, verbunden mit der Forderung nach Ber\u00fccksichtigung der kindlichen Spontaneit\u00e4t und dem Anspruch auf nat\u00fcrliche Selbstentfaltung und aktives, handelndes Lernen lenkten automatisch das Interesse auf das Spiel. Auch der Bildungsansatz der &#8222;Musischen Erziehung&#8220; f\u00fchrte zu einer Aufwertung des Spiels in der Form des Schultheaters, des darstellenden Spiels in allen seinen Varianten. Bis solche Ideen an den Lehrerbildungsanstalten vermittelt und in die Schulpraxis eingedrungen sind, vergeht Zeit, so dass sich, bis sich der Nationalsozialismus die Schule aneignete, ein recht unterschiedliches Bild bot; wo Lehrer und Rektoren selbst von reformp\u00e4dagogischem Geist durchdrungen waren, konnten sich auch Spielaktivit\u00e4ten entfalten, an anderen Schulen &#8211; besonders an Gymnasien &#8211; blieb die alte Lernschule erhalten.<br><br>Der sogenannte Sputnik-Schock von 1957, die \u00dcberraschung der westlichen Welt \u00fcber die Tatsache, dass die Sowjetunion als Erste einen k\u00fcnstlichen Satelliten in den Weltraum bef\u00f6rdert hatte, lenkte erst in den USA, dann auch in Europa die Aufmerksamkeit auf die nationalen Bildungssysteme. In den 60ger Jahren wurden im deutschen Bildungswesen viele Schwachstellen festgestellt. Schlagworte wie Bildungsnotstand, kognitive F\u00f6rderung, Vorschulerziehung, Fr\u00fchlesen, Oberstufenreform, Kreativit\u00e4t bestimmten die schulp\u00e4dagogische Diskussion. Im Zuge der einsetzenden Reformen wurde auch das Spiel als unverzichtbares didaktisches Mittel herausgestellt. Die Produktion von spieldidaktischer Literatur, von Spielmitteln und Spielanregungen in Buch- und Karteiform erreichte gigantische Ausma\u00dfe. Kein Schulfach, kein Lernzielbereich blieb ausgespart, auch der Schulhof wurde als Spielhof entdeckt und mancherorts spielfreundlich umgestaltet.<br><br>Gegen die Schulspieleuphorie richteten sich bald auch begr\u00fcndete Bedenken; man sprach sogar von einer Perversion des Spiels.&nbsp;5) Es ist jedenfalls fragw\u00fcrdig, wenn jede unterrichtliche Aktion, die mit irgendwelchem Material verkn\u00fcpft ist, den Kindern als Spiel angedient wird; ebenso fragw\u00fcrdig sind die Spielmittel, deren Spielwert so bescheiden ist, dass sie die Lust am Spiel eher t\u00f6ten als wecken. Kritisch gesehen hat man auch die Tatsache, dass Spielsituationen oft durch Lernziel- und Zeitvorgaben determiniert und die Partnerwahl eingeschr\u00e4nkt waren und so das Wesen des Spiels als freier, selbstbestimmter Handlung in Frage gestellt war. Die zuweilen ge\u00e4u\u00dferte Sch\u00fclerfrage: &#8222;M\u00fcssen wir heute wieder spielen?&#8220; bringt die Kritik auf den Punkt.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Schule\">Schule und Unterricht als Spielthema<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwa ab dem dritten Lebensjahr beginnen Kinder im Rollenspiel Personen und Vorg\u00e4nge aus ihrer Umwelt nachzuahmen. Nach verschiedenen psychologischen Spieltheorien haben solche Spiele wichtige Funktionen f\u00fcr die Entwicklung der Heranwachsenden; sie werden als Vor\u00fcbung f\u00fcr zuk\u00fcnftiges Verhalten, als entwicklungsgem\u00e4\u00dfe Form der Umweltaneignung (Assimilation bei Piaget) oder als M\u00f6glichkeit der Problembew\u00e4ltigung (S. Freud) gedeutet. Die Schule ist in dem Ma\u00dfe zum Thema f\u00fcr Spiele geworden, wie sie zum Erfahrungsbestand der Kinder wurde, d.h. bis zum 18. Jahrhundert, bis zur Einf\u00fchrung der Schulpflicht, war die Schule bestenfalls f\u00fcr einen ganz kleinen Teil der Kinder eine Herausforderung zur spielerischen Auseinandersetzung. Das um die Mitte des 17. Jahrhunderts entstandene \u00d6lgem\u00e4lde &#8222;Kinder bringen einer Katze das Lesen bei&#8220; des niederl\u00e4ndischen Malers Jan Steen widerspricht dieser These nicht, denn in den protestantischen Niederlanden hatte sich, unbeeintr\u00e4chtigt durch die Wirren des drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges, das Schulwesen auch in l\u00e4ndlichen Regionen verbreitet und Schulunterricht war schon zu jener Zeit dort eine verbreitete Kindererfahrung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-08-SchuleSpielen.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schule spielen, Holzstich, um 1870<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Deutschland findet man eine relativ gro\u00dfe Zahl bildlicher Darstellungen des Themas &#8222;Schule-spielen&#8220; aus der zweiten H\u00e4lfte des 19. Jahrhunderts. Die Volksschule war nun zu einem selbstverst\u00e4ndlichen Ph\u00e4nomen geworden, die soziale Entwicklung machte es m\u00f6glich, den Kindern freie Spielzeit zuzugestehen. Die enorme Kinderzahl in den Familien lie\u00df es an Spielgef\u00e4hrten nicht mangeln, und das Schule-spielen setzte keine teuren Requisiten voraus. Sich selbst einmal spielend die Autorit\u00e4t des Lehrers anzueignen oder den j\u00fcngeren Nachbarskindern das eigene Wissen zu demonstrieren, mag f\u00fcr einen in der Schulrealit\u00e4t eher ge\u00e4ngstigten oder wenig erfolgsverw\u00f6hnten Sch\u00fcler durchaus eine psychohygienische Wirkung besessen haben. Mitspieler sind in den Bilddarstellungen nicht nur andere Kinder, sondern auch Puppen und Haustiere, die die Sch\u00fclerrolle zu \u00fcbernehmen hatten.<br><br>Aus der Zeit nach 1870 ist auch Spielzeug \u00fcberliefert, das sich auf die Welt der Schule bezieht. F\u00fcr die Kinder des wohlhabenden B\u00fcrgertums wurden Puppen in typischer Schulkleidung angeboten, dazu die Miniaturform \u00fcblicher Schulutensilien wie Hefte, Zeugnisse, Bleistifte oder Schulranzen. In dieser Zeit fand auch zunehmend das Klassenzimmer als Puppenstube Beachtung, das bis heute in vielen Varianten auf dem Markt ist. Erstaunlich sind in unserer Zeit die zahlreichen kitschigen Modelle, die zum Teil kaum noch einen Spielwert besitzen, sondern Sammlerinteressen bedienen oder den Nippes bereichern; mit einer Schulklasse in der Streichholzschachtel oder einer aus Porzellan ist nicht mehr zu spielen, und eine Engelsschule mit dem Nikolaus als Lehrer, die Marienk\u00e4fer- oder die Ponyschule ber\u00fchren ohne Zweifel auch Geschmacksfragen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-10-ZumSchulanfang.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Deckel eines W\u00fcrfelspiels, um 1925<\/em><em><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es ist interessant zu beobachten, wie sich in den ernstzunehmenden Puppenschulen die Schulrealit\u00e4t der Entstehungszeit spiegelt; in den Puppenklassen vom Anfang des 20. Jahrhunderts findet man beispielsweise mehrsitzige Schulb\u00e4nke und Gestelltafeln, w\u00e4hrend die Playmobil-Ausf\u00fchrung Tische, St\u00fchle und Wandtafel aufweist, wie sie ab den 60ger Jahren f\u00fcr alle Klassenstufen in Gebrauch kamen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"Spielformen\">Spielformen als Lernhilfe<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Spiel begegnet uns in unterschiedlichen Erscheinungsformen. Mit jeder dieser Formen sind andere Verhaltensweisen verbunden und damit andere F\u00e4higkeiten gefordert; die einen ben\u00f6tigen k\u00f6rperlichen, die anderen eher geistigen Einsatz, bei manchen ist Wissen gefordert, wieder andere setzen Verwandlungsf\u00e4higkeit und Kreativit\u00e4t voraus. Alle Spiele mit mehreren Teilnehmern bed\u00fcrfen der sozialen Kompetenz. Mit dem Anwachsen der Aufgaben und Ziele der Schule verbreiterte sich auch das didaktische Interesse an den Spielformen. Eine Schule, der es um soziale Integration, individuelles Lernen, entdeckenden Unterricht geht, erkennt in ganz anderen Spielformen Bundesgenossen als eine Schule, die \u00fcberwiegend die Aneignung von Wissen zum Ziel hat. Mit der Schulreformdiskussion, die in den sechziger Jahren einsetzte, entfaltete sich auch die Spieldidaktik in einer Weise, dass praktisch jede bekannte Spielform f\u00fcr einen Schulzusammenhang legitimiert und aufbereitet wurde; selbst sogenannte Simulationsspiele wie das aus dem Milit\u00e4rwesen stammende Planspiel wurden in unterrichtstaugliche Form gebracht und in Beispielsammlungen an die Lehrenden herangetragen.&nbsp;6) Auf die F\u00fclle dessen, was sich im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts in spielp\u00e4dagogischer Hinsicht entwickelt hat, kann die Ausstellung nur in einer bescheidenen Auswahl eingehen. Einige Spielformen sollen nun kurz beschrieben werden. 7)<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Freies Spiel<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bezeichnung &#8222;freies Spiel&#8220; entstammt der Kindergartenp\u00e4dagogik. Im schulp\u00e4dagogischen Zusammenhang l\u00e4sst sich &#8222;freies Spiel&#8220; bestimmen als Spielm\u00f6glichkeit im institutionellen Rahmen, bei dem ein relativ hohes Ma\u00df an Freiheit bei der Spielauswahl, der Dauer und der Partnerwahl einger\u00e4umt wird. Die klassische Situation ist das Spielen in den gro\u00dfen Pausen. Aber auch Wartezeiten oder geplante Spielphasen, wie sie an einigen Schulen eingerichtet wurden, bieten dem freien Spiel Entfaltungsm\u00f6glichkeiten. Die Einsicht, dass solche Angebote das Schulleben bereichern, einem Verfall von Spielkultur entgegen wirken k\u00f6nnen und soziale F\u00e4higkeiten f\u00f6rdern, hat manche Kultusminister bewogen, durch Erlasse und Brosch\u00fcren auf eine spielfreundlichere Gestaltung der Schulh\u00f6fe hinzuwirken.&nbsp;8)<br><br>Obwohl schon J.A. Comenius im 17. Jahrhundert auf den Wert von Unterrichtspausen hingewiesen hat, spielte das Thema bis ins 20. Jahrhundert kaum eine Rolle.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Darstellendes Spiel<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das darstellende Spiel hat in der Gestalt des Schulspiels der Humanisten und der Jesuitenschulen eine lange Tradition, die aber einerseits nur die Sch\u00fcler an Lateinschulen genossen und andererseits im 18. Jahrhundert zum Erliegen kam. Im Laufe des letzten Jahrhunderts gewannen darstellende Spielformen einen neuen schulp\u00e4dagogischen Wert. Die Kunsterziehungsbewegung propagierte darstellendes Spiel als Gelegenheit f\u00fcr \u00e4sthetische Erfahrungen, der Deutschunterricht nutzte es als Methode zur Sprachf\u00f6rderung, Sachunterricht und Religion bedienten sich des Rollenspiels f\u00fcr soziales Lernen und Verhaltenstraining. Au\u00dferdem wurde es als diagnostisches und therapeutisches Instrument entdeckt. Au\u00dfer dem Personenspiel, das nicht selten in Spielgruppen mit dem Ziel einer Schulfestbereicherung getrieben wird, gibt es zu zahlreichen medialen Spielformen didaktische Anregungen: Fingerpuppen-, Stabpuppen-, Handpuppen-, Marionetten-, Schattenspiel, Maskenspiel und Papiertheater warten darauf, von Lehrerinnen und Lehrern in die Praxis umgesetzt zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-13-Buehnenspiel.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Papiertheaterspiel, Holzstich 1898<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Lernspiel<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit &#8222;Lernspiel&#8220; bezeichnet man einerseits eine Spielsituation, die als methodische Hilfe zur Erreichung bestimmter Lernziele im Bereich von Faktenwissen, von Ordnungssystemen und Probleml\u00f6sungsstrategien beitragen soll, andererseits das dazu erforderliche Spielmittel. Das Lernspiel ist oft abgeleitet von bekannten Brett- oder Kartenspielen, wie Quartett, Domino, Lotto oder W\u00fcrfelspielen. Die lange unterrichtliche Tradition mit nachgewiesenen Beispielen ab dem 17. Jahrhundert darf nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass erst das 20. Jahrhundert f\u00fcr diese Spielform die Schult\u00fcren ge\u00f6ffnet hat. Unter dem Einfluss reformp\u00e4dagogischer Bestrebungen haben die Lehrmittelverlage nach dem ersten Weltkrieg vermehrt solche Spiele angeboten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-11-MeinWegZurSchule.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Lernspiel zur Verkehrserziehung<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auch in der Zeit des Nationalsozialismus waren Lernspiele nicht unerw\u00fcnscht, viele wurden jedoch in den Dienst nationalsozialistischer Ideen gestellt; Spiele mit dem Titel &#8222;Ab in den Luftschutzkeller&#8220;, &#8222;Vaterland &#8211; Raum und Grenze&#8220; oder &#8222;Stukas greifen an&#8220; sind typische Beispiele daf\u00fcr.<br><br>Ein neuer Impuls f\u00fcr die Lernspielgestaltung ging vom Computer aus. Inzwischen werden seine M\u00f6glichkeiten dazu voll genutzt; mit hochaufl\u00f6sender Grafik, Klang und Bewegung in Echtzeit werden alle Altersstufen von der Vorschulzeit bis zum Abitur mit interaktiven Lernspielen bedient.9)<br><br>Das Projekt Ganztagsschule, das gegenw\u00e4rtig in Deutschland zumindest als Angebot in die Phase der Realisierung getreten ist, wird die Aktivit\u00e4ten in der Schule ver\u00e4ndern. Es ist zu erwarten, dass das Spiel in dieser Schule einen neuen Stellenwert gewinnt und seine Position als selbstverst\u00e4ndlicher Bestandteil des Schullebens bekr\u00e4ftigt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.net\/images\/nicepage-images\/ScholaLudens-05-SchuleSpielen.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schule spielen, Radierung, um 1880<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1) Sebastian Brant, das Narrenschiff, hrsg. von H.J. M\u00e4hl, Stuttgart 1964, S. 286<br>2) zit. nach Hans Scheuerl (Hrsg), Theorien des Spiels. Weinheim und Basel 10. Aufl. 1975, S. 19<br>3) Scheuerl a.a.O. S. 30<br>4) Scheuerl a.a.O. S. 31<br>5) Werner Spies, Perversion des Spiels. In: H. Frommberger, U. Freyhoff, W. Spies (Hrsg), Lernendes Spielen &#8211;&nbsp; &nbsp; &nbsp; Spielendes Lernen, Hannover 1976<br>6) vgl. u.a. Klaus Tiemann, Planspiele f\u00fcr die Schule, Frankfurt a.M. 1969<br>7) Es wird Bezug genommen auf Horst Schiffler, Spielformen als Lernhilfe, Freiburg 1982 und Horst Schiffler, Schule und Spielen, Ravensburg 1976<br>8) z.B. Empfehlungen zur freundlichen Gestaltung von Schulpausenh\u00f6fen,hrsg. vom Nieders\u00e4chsischen Kultusminister, Hannover 1978<br>9) Im Internet wird &#8222;Otto&#8217;s Lernspiele-Lexikon&#8220; mit \u00fcber 400 Spielen angeboten. Vgl. auch die Computerzeitschrift c&#8217;t Januar 2006<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Geschichte des Unterrichtsspiels<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-219","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-1"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Schola Ludens - saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Schola Ludens - saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Zur Geschichte des Unterrichtsspiels\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2026-04-27T12:56:38+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2026-04-28T08:39:01+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"admin\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"admin\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"1\u00a0Minute\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"Article\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#article\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219\"},\"author\":{\"name\":\"admin\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/b11df868129ba65159a2528f37fad7eb\"},\"headline\":\"Schola Ludens\",\"datePublished\":\"2026-04-27T12:56:38+00:00\",\"dateModified\":\"2026-04-28T08:39:01+00:00\",\"mainEntityOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219\"},\"wordCount\":2618,\"commentCount\":0,\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg\",\"articleSection\":[\"\u3164\"],\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"CommentAction\",\"name\":\"Comment\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#respond\"]}]},{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219\",\"url\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219\",\"name\":\"Schola Ludens - saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg\",\"datePublished\":\"2026-04-27T12:56:38+00:00\",\"dateModified\":\"2026-04-28T08:39:01+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/b11df868129ba65159a2528f37fad7eb\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2026\\\/04\\\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg\",\"width\":400,\"height\":334,\"caption\":\"Schola Ludens\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?p=219#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Start\",\"item\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Schola Ludens\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/\",\"name\":\"saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/#\\\/schema\\\/person\\\/b11df868129ba65159a2528f37fad7eb\",\"name\":\"admin\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/ab4c772fb7b9f1028369084e56032fad10bcc8def17b97aba2f036467f3115fa?s=96&d=mm&r=g\",\"url\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/ab4c772fb7b9f1028369084e56032fad10bcc8def17b97aba2f036467f3115fa?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/secure.gravatar.com\\\/avatar\\\/ab4c772fb7b9f1028369084e56032fad10bcc8def17b97aba2f036467f3115fa?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"admin\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\"],\"url\":\"https:\\\/\\\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\\\/?author=1\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Schola Ludens - saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Schola Ludens - saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler","og_description":"Zur Geschichte des Unterrichtsspiels","og_url":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219","og_site_name":"saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler","article_published_time":"2026-04-27T12:56:38+00:00","article_modified_time":"2026-04-28T08:39:01+00:00","og_image":[{"url":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg","type":"","width":"","height":""}],"author":"admin","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"admin","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"1\u00a0Minute"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"Article","@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#article","isPartOf":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219"},"author":{"name":"admin","@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/#\/schema\/person\/b11df868129ba65159a2528f37fad7eb"},"headline":"Schola Ludens","datePublished":"2026-04-27T12:56:38+00:00","dateModified":"2026-04-28T08:39:01+00:00","mainEntityOfPage":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219"},"wordCount":2618,"commentCount":0,"image":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg","articleSection":["\u3164"],"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"CommentAction","name":"Comment","target":["https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#respond"]}]},{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219","url":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219","name":"Schola Ludens - saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler","isPartOf":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg","datePublished":"2026-04-27T12:56:38+00:00","dateModified":"2026-04-28T08:39:01+00:00","author":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/#\/schema\/person\/b11df868129ba65159a2528f37fad7eb"},"breadcrumb":{"@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#primaryimage","url":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg","contentUrl":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2452c5771bfd16513c62c36f4906ef8b.jpg","width":400,"height":334,"caption":"Schola Ludens"},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?p=219#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Start","item":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Schola Ludens"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/#website","url":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/","name":"saarl\u00e4ndisches schulmuseum-ottweiler","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/#\/schema\/person\/b11df868129ba65159a2528f37fad7eb","name":"admin","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/ab4c772fb7b9f1028369084e56032fad10bcc8def17b97aba2f036467f3115fa?s=96&d=mm&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/ab4c772fb7b9f1028369084e56032fad10bcc8def17b97aba2f036467f3115fa?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/ab4c772fb7b9f1028369084e56032fad10bcc8def17b97aba2f036467f3115fa?s=96&d=mm&r=g","caption":"admin"},"sameAs":["https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland"],"url":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/?author=1"}]}},"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=219"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":341,"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/219\/revisions\/341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schulmuseum-ottweiler.bw-media.saarland\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}